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Oscaril (Herrschaftsname:Nis-Ambrachat) []
Von eigenen Gnaden Phoranosz von Fosz, Sohn der Morgenröte, alleiniger Herr und Einiger des Aisylianischen Reiches, Liebling des Gondoroms, Zerstampfer der Barbaren, Träger des Lichts, Schildherr der Gerechtigkeit, Gestalter der Geschicke von Aisylia, vom einzig wahren Atar gesalbter oberster Diener Iphgas, Schwert Yrkollus, geliebter Sohn der Enga, ruhmreicher und huldvoller Herr von Phoraman, Sunnadan, Witchness, Protektor des Atars von Irinas, Tributherr von Skaggla, Az, Barloom, Lehensherr von Pereos, Tinam und Caris ...
Abseits seiner gezählten 558 offiziellen Titel ist der Kaiser von Phoraman ein Mann von ca. 55 Jahren von mittlerem Körperbau, lichtem grauem Haupthaar, kurzsichtig und - abseits kleinerer Zahn- und Gichtbeschwerden - für sein Alter erstaunlich guten Konstitution. Er verfügt über hohe Intelligenz und natürliches Charisma, ist entschlossen, stolz auf sich, seine Abstammung und seine Zivilisation, verfügt dabei aber in Folge seines wechselvollen Lebenslauf über mehr Lebenserfahrung und einen weiteren Horizont als die meisten seiner Vorgänger. Wenngleich kein Gelehrter (falls überhaupt, ist er gelernter Soldat) weiß er zumindest um den Prestigewert von Bildung, die er entsprechend fördert, und spricht fließend in Wort und Schrift Phossamal, Neu-Aisylianisch, Alt-Aisylianisch und passabel Cryenisch sowie ein paar Brocken Sunnadan. Er ist religiös tolerant, wenngleich er mit tiefer persönlicher Frömmigkeit die Kulte des Ippgha und des Yrkollu-Kult verehrt.
Von seinem Naturell her ursprünglich ein leutseeliger und fröhlicher Mensch, ist er durch Jahrzehnete blutigen Kampfes, gefüllt mit Intrigen und Gefahren sowie den vielen Enttäuschungen und Erfahrungen, die ihn aus dem Nichts auf den Thron geführt haben, zu einem vorsichtigen, mißtrauischen und skeptischen Zyniker der Macht geworden. Oscaril versucht stets, Risiken genau einzuschätzen und tendiert im Alter daher in zunehmendem Maße zum Zögern und Taktieren.
Das Höchste auf der Welt gilt ihm die politische, militärische und wirtschaftliche Wiederherstellung des Aisylianischen Imperiums und die Sicherung der Nachfolge seiner Dynastie. Diesem Ziel ist er bereit, alles zu opfern, was zu opfern in seiner Macht steht. Und das ist viel...
In dritter Ehe verheiratet (mit der ehrgeizigen, um dreißig Jahre jüngeren Irdis-Tirat, der Tochter eines seiner Generäle aus altem phoramanischen Geschlecht) ist er Vater von mehr als einem dutzend erwachsener oder heranwachsender Kinder, die zum Teil ihrerseits wiederum Nachwuchs gezeugt haben und zum Teil heftigst im gegenseitigen Streit miteinander liegen.
Problematisch ist das Verhältnis zwischen Phoranos und seinem ältesten Sohn und designierten Thronfolger, dem populären, talentierten und herrschsüchtigen Nur-Anakeptor (Geburtsname: Idaralb), vor dessen schnellen und zum Teil voreiligen Entschlüssen dem Vater graut. Seine persönliches Lieblingskind ist seine älteste Tochter, Rayazamis, die er dem Ordak (König) von Subail, einem der mächtigsten Sunnadenfürsten zur Frau gegeben hat und mit der er in regem Briefkontakt steht und deren ältester Sohn, sein Enkel, als Gast/Geisel seit mehreren Jahren am Hof von Fosz weilt.

